Übergabe der Trägerschaft des Kinderhauses Matthäus und der Kita am Westhafen

© Birgit Liebenow
Veröffentlicht am Mo., 2. Dez. 2019 11:45 Uhr
Aktuell

Manche Entscheidungen fallen nicht leicht und sind doch irgendwann dran. So hat der Kirchenvorstand der Evangelischen Hoffnungsgemeinde in seiner Sitzung im Juni dieses Jahres beschlossen, die Trägerschaft der beiden Kindertagesstätten „Kinderhaus Matthäus“ und „Kindertagesstätte am Westhafen“ zum 1.1.2020 an das Diakonische Werk Frankfurt zu übergeben. 

Die Mitarbeitenden wurden in einer Betriebsversammlung informiert, dass dies ein Betriebsübergang sei, bei dem sie im gleichen tarifrechtlichen System bleiben und alle Anrechnungszeiten mitnehmen werden. Aber auch die Hintergründe der Entscheidung wurden erläutert: So ist der Aufwand für die Verwaltung von Personal und Bau ist immer mehr gestiegen, so dass ein ehrenamtliches Gremium die Verantwortung für zwei solch große Einrichtungen nicht mehr wirklich gut leisten kann. 

Der letzte Anstoß für die Entscheidung war, dass mit dem Ruhestand von Pfarrerin Jekel im neuen Jahr eine halbe Pfarrstelle für die Hoffnungsgemeinde wegfallen wird und die Geschäftsführung beider großer Betriebe mit 1,5 Pfarrstellen nicht mehr darstellbar ist.

Die Hoffnungsgemeinde gibt die Trägerschaft der beiden Kitas an das Diakonische Werk Frankfurt ab, das eine Abteilung des Evangelischen Regionalverbandes ist. In seiner Trägerschaft befinden sich viele evangelische Kindereinrichtungen, es bündelt Fachwissen und praktische Kompetenz in Sachen Personal- und Bauverwaltung, Qualitätsmanagement und fachlich-konzeptioneller Begleitung der Kindertagesstätten. 

Als neue Fachbereichsleiterin wird Birgit Liebenow für die beiden Kitas zuständig sein. Zur Übergabe wird der Kirchenvorstand mit dem Diakonischen Werk einen Kooperationsvertrag schließen, durch den die Verbindung zwischen neuem Träger, den Kindereinrichtungen und der Hoffnungsgemeinde in einen neuen Rahmen gestellt wird, der festhalten wird: 

Die Hoffnungsgemeinde gibt nicht die Zusammenarbeit mit den Kitas ab! Die Gemeinde wird auch künftig begleitend für die Mitarbeitenden da sein,  Pfarrerin und Pfarrer auch künftig zusammen mit den Kitas ein kreatives religionspädagogisches Programm gestalten. Auch künftig werden wir die Hoffnungsgottesdienste und die großen Feste wie Ostern, Erntedank und Weihnachten zusammen mit den Kindergartenkindern feiern.

Es sind dann zwar nicht mehr die Kitas der Hoffnungsgemeinde, aber es bleiben die Kitas in der Hoffnungsgemeinde! 

Pfarrer Andreas Klein

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