Fa-Rung Rath stellt sich vor

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Veröffentlicht von Andreas Klein am So., 16. Jun. 2019 09:00 Uhr
Aktuell

Frühlingsrollen, Fischbrötchen und Spundekäs‘ oder auch Sawadee kah, Moin moin und Gude! Mit Wurzeln im Norden Thailands und in Norddeutschland, geboren und aufgewachsen in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden hat es mich nun in unseren Planungsbezirk nach Frankfurt am Main verschlagen. Neu ist Frankfurt jedoch für mich nicht. Ich habe hier 2007 die Ausbildung zur Make-Up Artistin absolviert. Es begann eine spannende Zeit und schließlich der Wunsch nach etwas Neuem. So folgte das Abitur am Abendgymnasium Wiesbaden. 

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich bereits auf zehn Jahre freiwilliges Engagement und Ehrenamt zurückblicken: Kinder- und Jugendfreizeiten, Konfi-Camps, Juleica-Schulungen, Theater- und Filmprojekte, Jugend*Kirchentage und vieles mehr. Dann habe ich mich an vierzehn Hochschulen und Universitäten beworben. Davon aber nur einmal für den Studiengang ‚Soziale Arbeit mit gemeinpädagogischer-diakonischer Zusatzqualifikation’. Ich wollte doch das, was ich schon immer irgendwie ehrenamtlich gemacht hatte, später auch noch hauptamtlich machen. Das Bauchgefühl entschied sich kurz vor knapp doch für eben dieses Studium an der Evangelischen Hochschule in Darmstadt. Und das war auch gut so!

Schnell zeigte sich, dass das Studium mir besser gefiel als erwartet. Da Gemeindepädagogik ohnehin ein fester Bestandteil des Studiums war, unternahm ich Erkundungen in unterschiedliche Bereiche der sozialen Arbeit und setzte meinen zweiten Schwerpunkt beim Thema Migration und Jugendhilfe. Für das Praxissemester zog es mich zu meinen Wurzeln in den Norden, an die Ostsee. Acht Monate arbeitete ich beim Deutschen Kinderschutzbund Ostholstein in einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Menschen mit Fluchthintergrund. Das war 2015, als viele Menschen unter anderem aus Syrien und Afghanistan nach Deutschland flüchteten. Im Nachhinein eine sehr turbulente, lehrreiche und bewegende Zeit mit vielen schwierigen Herausforderungen und auch sehr schönen Momenten.

Ein Zitat von Oscar Wilde lautet: “Everything is going to be fine in the end. If it’s not fine, it’s not the end.” (Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.) Das bedeutet nicht, dass das Leben einfach ist. Dieser schöne Satz gibt auch keinen konkreten Hinweis auf Handlungsoptionen oder Lebensstrategien. Aber es steckt ein Funke Hoffnung darin. Ich glaube, dass Menschen mit Hoffnung im Herzen, einem Lächeln im Gesicht und Begeisterung im Alltag ihre Lebenswelt in eine  schöne Umgebung verwandeln können.

Dazu möchte ich für und vor allem mit Kindern und Jugendlichen beitragen. Ich stelle mir den Planungsbezirk als einen gemeinsamen Bereich vor, in dem sie sich kreativ und persönlich entfalten können. Kirche als Ort ist der Raum, in dem die jungen Menschen sich selbst und ihren Glauben entdecken, weiterentwickeln und gestalten können.

So können Sie Fa-Rung Rath erreichen.

In den nächsten Monaten gilt es für mich noch vieles zu entdecken und kennenzulernen. Daher freue ich mich über Einladungen, um Ihre und Eure Gruppen zu besuchen. Langfristig wird es eine aufregende Zeit, in der die Wünsche, Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen meine Schwerpunkte gestalten werden. Ich habe mir sehr gewünscht, Gemeindepädagogin zu werden und bin glücklich, dass mir das hier mit meiner ersten Stelle gelungen ist. Noch mehr freue ich mich, dass ich mit viel Wärme und Offenheit in den Gemeinden empfangen wurde. Dafür ein sehr herzliches Dankeschön!


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